Bewusstsein in Bewegung – Coaching fürs Leben

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Coaching fürs Leben

In unserer Kultur, so scheint es, wachsen Vereinsamung und Isolation. Viele Menschen wünschen sich Veränderung, möchten heraus aus diesem Dilemma. Denn wir sind Menschen. Menschen sind soziale Wesen.

Immer mehr Menschen wünschen sich Lösungen und Coaching zu Hause auf der Couch, vor ihrem Bildschirm. Nur dort fühlen sie sich sicher. Dieses Bedürfnis ist verständlich.

Es steht aber der Art, wie wir Menschen lernen, kommunizieren und uns entwickeln, entgegen.

Wir werden geboren als absolut hilflose Wesen. Physiologische Frühgeburt wurde das auch schon genannt. Kein Lebewesen wird so unfertig geboren und benötigt so viel Zeit, um ein selbständiges Leben führen zu können, wie der Mensch.

Alles, was wir können, haben wir von anderen Menschen gelernt. Durch andere Menschen werden wir zu Menschen. Das Leben macht uns – zuerst durch andere Menschen, nämlich unsere Eltern. Hinzu kommen unsere Familie. Nachbarn, Freunde, Schule und viel mehr.

Wir lernen Gehen, Sprechen, Essen und Schreiben – durch anderen Menschen.

Unser Selbstbild entsteht in uns – durch andere Menschen. Frühe Bindungserfahrungen hängen ab von Berührungen, Worten, den Stimmungen unserer Umwelt.

Auch viele unserer Gefühle und die Art, wie wir denken und die Welt sehen haben wir gelernt. Selbst unsere Grundgefühle haben wir gelernt zu imitieren – von anderen Menschen.

Wie die Welt ist, wie wir sind, all diese Bilder und Stimmen in uns, die uns Handlungsanweisung und Richtschnur sind- im Guten wie im Selbstzerstörerischen – alles kommt durch andere Menschen. Zusammen mit der Art und Weise, wie wir innerlich mit diesen Erfahrungen umgegangen sind.

Die atmosphärischen Bedingungen unserer Kindheiten – dort lernen wir, wer wir sind und wie wir sind. Durch Stimmung, Sprache, Gefühle der anderen Menschen, durch Berührung und durch die Erfahrungen, die wir machen.

Unbewusste Botschaften, die uns dort erreichen, lange, bevor wir Sprache und Verstehen haben, werden Teil von uns. Es ist ein Unterschied, ob die Haltung zu uns lautet: Du bist willkommen! Schön, dass Du geboren bist  – oder vielleicht: So wollten wir Dich nicht. Du bist zuviel. Du bist falsch. Sei anders, als Du bist.

In unseren Kindheiten schreiben wir unsere Lebensdrehbücher. Dort legen wir, ohne, dass wir uns heute noch daran erinnern können, fest, wie das Leben für uns sein soll. Entwickeln tiefe Überzeugungen. Verinnerlichen Bilder. Treffen Vereinbarungen mit uns selbst. Legen Gelübde ab, die uns später im Leben daran hindern, voll da zu sein.

Auch belastende Erfahrungen, Trauma – alles ist Beziehung und alles erleben wir in einem Beziehungskontext.

Unsere tiefen Überzeugungen, inneren Bilder, Glaubenssätze – alle erlernt von und mit anderen Menschen.

Ales ist Beziehung. Das bedeutet Bindung, Kommunikation, Austausch. Voneinander lernen. Auf vielen Ebenen.

Das, was uns als erwachsene Menschen stört, blockiert, ängstigt und hindert, uns den Schlaf raubt, uns krank macht – alles haben wir in Beziehungskontexten erlernt. In sozialen Gefügen erlebt und gespeichert.

Was benötigen wir, um Neues zu lernen, die alten Erfahrungen zu überschreiben?

Beziehungskontexte.

Da, wo wir unsere Probleme erlernt haben, können wir sie auch verlernen. Eine neue Art, die Welt und uns selbst zu sehen, erfahren und verinnerlichen. Unser Selbst – Bild können wir verändern. Und die Geschichte, die wir uns über uns selbst erzählen. Sie ist nicht unveränderbar.

Schwimmen, Gehen, Rechnen, Schreiben, Denken und Fühlen haben wir von anderen Menschen gelernt. Genauso können wir von und mit und durch andere Menschen, die uns spiegeln, lernen, die Welt anders zu sehen. Belastendes hinter uns zu lassen. Neue Wege zu Fühlen und die Welt zu erleben, lernen.

Weil es die natürlichste Sache der Welt ist. Weil wir es können, es uns angeboren ist. Wir lernen von und durch andere Menschen. Wir sind soziale Wesen.

Es bringt uns dazu, unsere Komfortzone zu verlassen – denn ausserhalb von ihr funktioniert es. Uns in Bewegung zu setzen und Neues zu tun. Das hat Wirkung. Das hat Kraft. Das kann uns keine Methode ersetzen.

Ein Kind denkt vielleicht: Ich bin allein. Niemand versteht mich. Ich muss alles mit mir selbst ausmachen.

Ein Erwachsener hat hingegen den Glaubenssatz; Ich bin jetzt erwachsen. Ich bin in der Lage, mir die Hilfe und Unterstützung zu holen, die ich brauche. Ich muss nicht alles allein lösen.

Leben bedeutet lernen. Informationen erhalten, verarbeiten, weitergeben. Ist Kommunikation. Leben ist „WIR“.

Für mich bedeutet Coaching, dass sich Menschen begegnen. In einer wertschätzenden Atmosphäre, wo jeder richtig ist. Wo Menschen, im Unterschied zur sonst üblichen Kultur, nicht miteinander in Konkurrenz und nicht in einen Wettbewerb miteinander treten. Bewertungen haben dabei Urlaub. Denn Bewertet-werden, Zurückweisungen und Enttäuschungen, das kennen wir schon. Diese Erfahrungen müssen wir nicht wiederholen.

Denn dass wir uns entwickelt haben als Menschen – ist zustande gekommen, indem Menschen sich gegenseitig unterstützt und geholfen haben. Nicht, indem der Starke den weniger Starken unterdrückte.

Gemeinsam können wir gute, wirksame Felder aufbauen, in denen Entwicklung in unser Gutes hinein möglich wird.

Veränderung gelingt, wenn sich Menschen begegnen. Ihr Erfahrungen, ihre Kompetenzen und ihre Intelligenz miteinander teilen. Gemeinsam neue innere Bilder und Dialoge mit sich selbst möglich werden.

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