Bewusstsein in Bewegung – Coaching fürs Leben

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Archiv für den Monat Dezember 2012

Mathematik des Lebens

1 + 1 = 2 ! Basta! Ist doch völlig logisch! Versteht doch jedes Kind! Und gilt ja auch im Leben.

Folgt das Leben der gleichen Logik?

Bei näherer – oder distanzierterer Betrachtung erscheint dem Bewusstsein eine andere Mathematik. EINS plus EINS ergibt DREI. Wieso? Stellen Sie sich folgende Situation vor: ein Mann und eine Frau lieben sich. Rein körperlich zum Beispiel. Dann geschieht im Bauch der Frau ein Wunder. Ein Wunder der Liebe. Und die Frau wird schwanger. Bekommt später ein Kind. So werden aus eis und eins: drei. Das bedeutet, wenn menschliche Beziehungen und schöpferische Kräfte ins Spiel kommen, das Leben selbst, erweitern sich Mathematik und Logik.

Meiner Auffassung nach wird dieser Tatsache zu wenig Rechnung getragen. Was zu den folgenschweren Fehlentscheidungen und Krisen in der Wirtschaft beiträgt. Und dem, was wir alle fühlen können, unmenschlichen Umgang mit uns selbst in Bereichen, in denen die rationale, materialistische Mathematik (1 + 1 = 2) über Menschlichkeit und Wertschätzung gestellt wird. Der reinen objektiv messbaren und kontrollierbaren Leistung geopfert wird. Diese Logik übersieht die Bedeutung sozialer Beziehungen, menschlicher Bedürfnisse und schöpferischer Kreativität. Sie reduziert Menschen auf wenige Bedeutungen. Fordert unbarmherzig Resultate ohne die Folgen für die Einzelnen zu beachten. Burnout, Coolout, Angststörungen und weitere stressbedingte Symptome und Erkrankungen sind die Folge.
Eine erweiterte Mathematik trägt auch den menschlichen Beziehungen und Bedürfnissen Rechnung. Das bedeutet, sie hat auch die systemischen Bedeutungen und Querverbindungen im Blick.

Seltsam doch, wie unser Schulsystem diese klassische, materialistische Logik ad absurdum führt:
Bin ich sehr gut, bekomme ich wenig, nämlich nur eine 1.
Leiste ich ungenügendes, bekomme ich viel, nämlich eine 5 oder gar eine 6. In anderen Ländern und Schulsystemen ist es, nebenbei erwähnt, genau andersherum.

Ist doch logisch!?

Erst bei den Eliten der gymnasialen Oberstufe dreht sich das Ganze wieder. Und die Logik ist wieder in diesem Sinne „richtig“: Bin ich sehr gut, bekomme ich viel, nämlich eine 15.
Umgekehrt eine 1 oder eine 0.

Der materialistischen mathematischen Logik folgend erleben wir uns in immer schnelleren Bewegungen und Strudeln. Vergessen sogar, wofür wir gearbeitet haben: in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts hatten wir allgemein erkannt, dass Technologie unser Leben leichter und einfacher machen kann. Wir entwickelten Arbeitsmodelle für 35 Stunden pro Woche oder für vier Tage. Dann ist etwas passiert, was wir nicht genau benennen können. Der Druck am Arbeitsplatz nimmt für Millionen Menschen deutlich spürbar zu. Plötzlich genügen 24 Stunden pro Tag nicht mehr, sieben Arbeitstage pro Woche erscheinen knapp. Und alle arbeiten immer mehr und mehr. Immer mehr Menschen fühlen sich ausgebrannt. Das weitere Resultat ist, dass die neuen Götter, nämlich das „Wachstum“ und die „Industrie“ immer wichtiger werden. Und die Ängste Wachsen. Am Ende wissen die verantwortlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Unternehmen nicht mehr, was sie mit den gewaltigen Gewinnen anfangen sollen. Sie investieren. Und am Ende jagt Krise die nächste Krise. Die Gelder sind verbrannt. Und die Unternehmen müssen durch Steuergelder gerettet werden.
Seltsam, oder? Eigenartig, wie uns die Angst antreibt, unsere Lebenskraft und -zeit hinzugeben und sie einem Geldverbrennungsmechanismus zu opfern.

Was führt weiter?

Wie immer geht eine Erweiterung des Bewusstseins u.a. mit Erkennen, Verstehen und Durchblicken des Teiles der Entwicklungen einher, der offensichtlich verrückt ist. Natürlich sind die Entwicklungen im wirtschaftlichen Bereich nicht grundsätzlich schlecht oder falsch. Aber alle Bewegungen, welche Massen von Menschen ergreifen, haben auch einen Teil, der sich blind verrennt bis ins Verrückte hinein. Die Geschichte liefert hierfür unzählige Hinweise in allen Bereichen.
Weiterentwicklung braucht Mut zur Veränderung. Im Kleinen anzufangen. Bei sich selbst. Das bedeutet, mehr Selbstwahrnehmung zu erlauben, also die Signale des eigenen Körpers, die dieser unaufhörlich sendet, umzusetzen. Die eigenen Stärken zu erfassen und zu leben. Sich der eigenen Kompetenzen bewusster zu werden. Damit einhergehend ein Bewusstsein des eigenen Wertes zu entwickeln. Selbstbewusst. Selbstverantwortlich.

Weil wir in Sicherheit sind! Wir könnten uns entspannen…

Wie gehen wir mit dem Leben um? Persönlich und im Kollektiv?

Obwohl wir, allein schon auf Europa bezogen, in den sichersten aller Zeiten leben, den höchsten jemals erreichten Komfort genießen, über die größte jemals vorhandene Mobilität verfügen, verhalten wir uns, als ob jeden Moment die Welt untergehen würde.
Gestresst, in Eile, hektisch, getrieben, angsterfüllt erleben wir uns oft. Wir benötigen Entspannungskurse. Haben zu wenig Zeit. Fühlen uns überfordert.

Offenbar haben wir nur wenig Bewusstsein dafür, was sich in den letzten Jahrzehnten verändert und entwickelt hat. In Deutschland, in Europa, der Erde.

Wenn wir uns öffnen für all das Neue, die Sicherheit und Verlässlichkeit, mit denen die Dinge um uns herum funktionieren. Und für das hohe Mass an Perfektion. Für all die Wahlmöglichkeiten und individuellen Wege, die uns heute wie selbstverständlich zur Verfügung stehen. Für das Wissen, dass wir am nächsten Morgen wieder lebend erwachen werden – ohne befürchten zu müssen, dass Feinde unser Land überfallen oder Räuber in unser Haus eindringen und die Frauen vergewaltigen, die Männer umbringen. Unser Vertrauen darauf, dass die Versorgung und Infrastruktur funktionieren werden. Dann können wir uns entspannter und getragener fühlen. Sicherer. Unsere Ängste auf ein gelasseneres Level bringen.

Wenn wir uns öffnen für die Tragweite der Veränderungen und der Prozesse, in denen wir uns befinden, sehen wir noch mehr. Wir können uns öffnen: Für die Wahlmöglichkeiten und Selbstbestimmtheiten der Frauen, die erst seit wenigen Jahren selbstverständlich geworden sind. Frauen entscheiden in unserer Gesellschaft mehr denn je über ihren Körper, welchen Partner sie wählen werden, ob, wann und wie oft sie Kinder bekommen werden. Sie sind heute in vielfacher Weise unabhängig vom Mann, haben Ausbildung, Beruf, Geld und Anerkennung, sind mobil. Ganz neu ist das – und wie irritierend für uns Männer!

Wie viele unserer Ahnen haben dafür gekämpft, gelitten, gegeben…. Sehen wir doch, dass die gravierenden Veränderungen erst nach den beiden Weltkriegen in unserer Leben getreten sind. Sei es in Form von demokratischen Strukturen, dem Zugang zu besserer Ausbildung und Nahrung. Und nicht zuletzt durch enorme Fortschritte in Medizin und moderner Technologie. Die größten Entwicklungssprünge machen wir Menschen scheinbar in Krisen. Persönlich wie im Kollektiv.

Von daher verdient die Betrachtung der Vergangenheit durch uns, insbesondere was die Kriege und die stattgefundenen unfassbaren Gräuel anbetrifft, weniger unserer Verurteilung und überheblichen Bewertung, sondern unserer größten Achtung. Sind wir und unsere Kinder und Nachfahren doch diejenigen, welche in direkter Weise von den unglaublich vielfältigen Früchten profitieren, welche der Mut, die Tapferkeit, die Kraft und Kreativität und nicht zuletzt die Liebe unserer Ahnen und Vorfahren hervorgebracht haben. Indem wir unseren Fokus darauf legen, wozu es gedient und beigetragen hat, versöhnt es. Wir wären nicht da wo wir sind, wenn die Vergangenheit nicht genau so gewesen wäre, wie sie war. Nicht verstehen warum – sondern die Zustimmung zu allem, wie es war, genau wie es war, loslassend und bedingungslos, ist die eigentliche Leistung. Eine Leistung des Herzens. Dann war es nicht umsonst. Dann hat es Kraft, die auch wir spüren können. Unser Bewusstsein wandelt sich.

Selbstbestimmtheit bedeutet Wahlmöglichkeiten haben und erkennen. Bedeutet Autonomie. Und Autonomie macht zufrieden. Sogar glücklich. Vermittelt uns ein Gefühl von Freiheit. Von Kompetenz und Wert. Diese Autonomie können wir entdecken, entwickeln und schätzen lernen. Uns an ihr erfreuen. „Ich habe die Wahl.“ In immer mehr Bereichen. Ich darf endlich in immer mehr Lebensbereichen die Verantwortung übernehmen, die zu mir gehört und meinem Wesen entspricht. Viele haben dazu beigetragen, dass es heute so ist. Es macht dankbar, sich darauf einzulassen, wie viele unseren Weg bereitet haben, so dass wir gehen können.

Die drei Furien der Menschheit

Was steuert uns Menschen? Welchen unbewussten Kräften und Bewegungen folgen wir? Was lenkt uns im Persönlichen wie im Kollektiven? In guten wie in schlechten Zeitperioden?
Hier lassen sich eine Reihe von Wirkkräften unterscheiden. In diesem Beitrag geht es vor allem um hintergründig machtvolle Energien bzw. Gefühle.
Gefühle, die uns alle unwillkürlich so steuern, dass wir einerseits sozial angepasst sind, andererseits aber auch manipulierbar werden. Unsere Integrität und Autonomie verlieren. Unserer Wahrnehmung nicht mehr vertrauen. Uns auf eine Weise verhalten müssen, die im Widerspruch zu unserer eigenen Lebensbewegung steht.

Es geht um das, was unser Fühlen, Wahrnehmen und interpretieren der Welt beeinflusst und bestimmt und damit unser Handeln. Wir Menschen handeln u.A. rational, oft intuitiv, strategisch, perspektivisch, rollenabhängig, erfolgs- und zielorientiert, sozial orientiert, wissens- und informationsorientiert oder auch irrational. Und in besonderer Weise gesteuert von Angst, Scham und Schuld. Unser Handeln ist auf unterschiedliche Weise beeinflussbar und nur bedingt berechenbar.

Insbesondere scheinen hier die großen fühlbaren Konzepte von Angst – Scham und Schuld hintergründig wirksam zu sein.
Hochinteressant ist, zu beobachten, wie diese Gefühle bewusst von Personen sowie Institutionen eingesetzt werden, zum Teil mit klaren Zielsetzungen zur Machterringung und Steuerung von Menschen und Gruppen. Angst wird bewusst erzeugt um zu steuern und um gewisse Ordnungen aufrecht zu halten.

Unbewusst wirken diese Kräfte in vielfacher Hinsicht destruktiv – quasi als Furien, als Geißeln der Menschheit. Sie bremsen oder verhindern Kreativität, Selbstbewusstsein, autonomes Handeln und sinngebende Entscheidungen, wir trauen uns nicht, unsere eigenen Schritte zu wagen. Wagen weder eine klare Positionierung noch ein Nein da, wo es angebracht ist und unserer gesunden Abgrenzung dient. Weichen selbstverantwortlichem Handeln aus.

Ans Licht gebracht und bewusst gemacht jedoch kann ein anderer Umgang mit der eigenen Person möglich werden. Das eigene Erleben der Welt kann sich verändern. Autonomeres Dasein, Selbstbestimmtheit setzt einen Ausstieg aus den furienhaften Konzepten voraus. Klarheit, Mut und die Entschlossenheit zur Reifung und zum Überschreiten der manipulierenden Kräfte wirken reinigend von den unbewussten Bildern und verinnerlichten Überzeugungen, welche die Furien in uns immer wieder hervorrufen. Und wecken.
Die Nutzung dieser Gefühle durch Erzeugung derselben bei anderen findet auch im Kleinen wie Familie, Paarbeziehung und Freundschaft immer wieder -meist unbewusst – wirksam statt. Wir manipulieren das Verhalten anderer Menschen damit und erzeugen Macht. Anstelle der Bezeichnung Gefühle können wir auch von Kräften sprechen.
Sie wirken regulierend und ausgleichend sowie krankmachend und zerstörerisch auf einer anderen Seite.

Angst
Es gibt grundlegende Ängste, welche unserer Mobilität und dem Überleben dienen. Dazu gehören Grundängste wie die Angst vor dem Fallen (sie hilft uns beim Gehen, Laufen und Springen, denn wir wissen: Fallen tut weh) die Angst vor Dunkelheit – eine der wesentlichen Ängste der Menschheit. Sie stammt noch aus der Zeit, als wir ins Dunkelheit und Helligkeit, den Verlauf der Sonne nicht erklären konnten.
In Gebeten kommt bis ins Mittelalter hinein immer wieder der Wunsch zum Ausdruck, dass Gott es machen solle, dass es wieder hell wird. Dunkelheit war nicht nur unerklärlich sondern auch gefährlich. In der Nacht lauerten Raubtiere, Räuber und es gab die Möglichkeit, sich zu verirren, weil die Welt nachts unbeleuchtet war und ohne Wegweiser. Heute ist diese Situation kaum noch vorstellbar. Sie ist auch die Grundlage für die allgemeine Abwertung des dunklen und für die Bevorzugung des Hellen. Nicht göttliche Kräfte, sondern ganz natürliche Gründe.

Früher auch die Angst vor Gewitter, welche auch den strafenden Laune der Götter zugeschrieben wurden und neben Angst auch Schuldgefühle auslösten.

Weitere Beispiele für grundlegende Ängste:
Die Angst vor dem Eingriff in unsere körperliche Unversehrtheit. Die Angst vor dem Tod. Angst vor Kontrollverlust und vor dem Verlust von Autonomie.

Angst vor Höhe – ein aus der Physiologie des Körpers (Stress im Vagusnerv) resultierendes Gefühl. Entsteht im Zusammenhang mit der Angst zu Fallen, um einem Sturz und damit Schmerz, Verletzung und Kontrollverlust vorzubeugen.

Was denken die Nachbarn!?!
Ängste entstehen auch aus einem niedrigen Selbstwertgefühl, einem Selbstbildnis, welche die Wichtigkeit der Anderen und deren Bewertung der eigenen Person über die eigene Existenz stellt.

Scham
Scham ist ein natürliches Empfinden, welches in Verbindung mit Intelligenz und Selbstwahrnehmung aufritt. Menschen mit geistiger Behinderung haben je nach Ausprägung kein oder nur wenig Schamgefühl. Scham entsteht auch durch bestimmte Botschaften moralischer Natur, zum Beispiel die Sexualität im engeren und weiteren Sinne betreffend. Eng verbunden ist damit die Erzeugung von Schuldgefühlen und daraus wieder Ängsten, welche durch die Botschaft entstehen, Sexualität sei etwas Unnatürliches, sei schmutzig, falsch und sündig. So, als könne man die Essenz des Lebens selbst, das, was das Leben schlechthin erzeugt und zu dessen Weitergabe dient, reglementieren und begrenzen. Scham aus moralisierenden Konzepten führt dazu, dass wir uns für bestimmte Verhaltensweisen oder unseren Körper oder Teile davon schämen. Es nicht wagen, unsere Bedürfnisse zu leben und umzusetzen. Vitale Bedürfnisse unterdrücken oder verleugnen.

Schuld
Ein mächtiges Konzept, religiös indoktriniert, ebenso politisch wie auch in der Familiengeschichte und im Persönlichen. Aus Schuldgefühlen entstehen, wie schon Sigmund Freud entdeckte, Ängste. Schuld entsteht in direkter Weise, indem ein Mensch einem anderen Menschen etwas antut. Unterscheidbar wären hier kollektive Schuld von persönlicher Schuld.

Schuld macht Angst
Die christliche Religion führt hier den Begriff der „Erbsünde“ an. Und den Sündenfall – also die Trennung von Gott, wodurch der Mensch automatisch sündig, d.h. böse und schlecht ist. Er, der Mensch, darf dafür mit einer Bestrafung durch Gott rechnen. Psychologisch gesehen handelt es sich wohl eher um die Angst vor Bestrafung durch den Vater. Kirchliche Kommunikation nutzt geschickt Bilder und Worte, welche Schuldgefühle auslösen und Ängste hervorrufen können. Dadurch bleiben die Mitglieder angstvoll-abhängig und sind besser lenkbar.
Darüber hinaus wäre hier auch die Schuldgefühle des deutschen Volkes aufgrund des Holocausts zu nennen.

Verdrängte oder verleugnete Schuld wird unbewusst ausagiert. Auf andere Bereiche verschoben, wo wir u s dann vielleicht auf eine Weise erleben, die unserem eigentlichen Wollen und Sein und unserer Lebensbewegung entgegensteht.

Schuldgefühle allerorten und überall
Schuldgefühle gehören zu dem Typus Energie, der Abhängigkeiten und Ängste erschafft und aufrecht erhält.
Wir erzeugen ganz unbewusst Schuldgefühle durch unsere Kommunikation, zum Beispiel in der Partnerschaft oder bei unseren Kindern. Die dadurch entstehenden Ängste führen zu Abhängigkeiten emotionaler Art.

Ein weiterer Bereich ist der Umgang mit dem, was wir nicht erklären können. Als die Menschheit noch außerstande war, zu erklären, warum es Tag und Nacht gibt, warum Erdbeben entstehen, Kälteperioden, Dürre oder Seuchen, schrieb sie die Ursache göttlichen Mächten zu. Bezog den Ursprung auf sich: Wir haben etwas falsch gemacht. Die Götter zürnen uns. Um unsere Schuld auszugleichen, bringen wir ein Opfer dar. Und so opferten sie Nahrung, Tiere, auch Menschen, um das Wohlwollen der Götter erneut zu erringen. Im magischen Bewusstsein von Kindern, die sich die Welt nicht anders erklären können, als dass sie die Ursache sind und der Mittelpunkt, in einer Welt der Riesen und Zauberer (also der Erwachsenen, die in ihren Augen allmächtig sind).

Haben wir uns weiterentwickelt? Haben wir unser Verhalten geändert? Oder sind wir heute immer noch geneigt, so zu fühlen und zu handeln? Woran erinnert uns der Klimaveränderungswahn? Sagen wir nicht, voller Schuldbewusstsein: Wir haben etwas falsch gemacht und müssen ein Opfer bringen (Steuern und Abgaben und Gebühren, also unsere Arbeits- und Lebenskraft), um die übermächtige Natur wieder zu besänftigen – damit sie uns wieder wohlgesonnen ist?
Dabei vergessen wir sogar vor lauter blindem Aktionismus und Eifer, dass die Idee des Treibhauseffektes bereits Mitte der Achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts von führenden Forschern schlüssig widerlegt wurde.

Insgesamt gesehen entsteht der Eindruck, dass wir Menschen durch die drei Furien stark begrenzt werden und uns in vielfältiger Hinsicht irrational verhalten. Diese Gefühle sind durchaus geneigt, uns in unserer Kraft, Entwicklung und Kreativität zu begrenzen. Uns daran hindern, in die volle Kraft zum Dasein zu kommen.

Welche Wege und was führt weiter? Die Hypothese des Autors lautet, über einen Erkenntnis- und Reinigungsweg. Das Bewusstmachen der magischen Strukturen und das Loslassen der inneren Bilder, welche diese Gefühle in uns auslösen. Lernen, Verstehen und Erkennen der tieferen, zugrundeliegenden Zusammenhänge unterstützt dabei, angstfreier und selbstbestimmter zu werden und der eigenen Lebensbewegung zu folgen.

http://www.peter-klein.eu

Fünf Sinne?!!? Von wegen….

Über menschliche Sinne, Wahrnehmung, Kompetenzen

Haben Sie auch bisher in dem Glauben gelebt, sie hätten fünf Sinne? Mehr Körpersinne zu haben sei esoterischer Mumpitz? Habe etwas mit übersinnlichen Fähigkeiten zu tun?

Auf meine Frage, ob es mit fünf Körpersinnen möglich sei, aufrecht zu gehen, erhalte ich von Experten ein Kopfschütteln. Natürlich, so sagt man mir, seien für eine aufrechten Gang mehr Sinne nötig.

Zum Beispiel der Sinn, der über die Raumlage unseres Körpers Rückmeldung vermittelt, also etwa darüber, in welcher Position sich unser Körper relativ zur Erdoberfläche befindet. Ob wir im Gleichgewicht sind oder schräg, uns nach hinten oder vorne beugen oder liegen. Ich nenne diesen Sinn hier taktil-kinästhetisch. Dieser Körpersinn besteht aus zahlreichen Rezeptoren entlang der Wirbelsäule, im Innenohr und im Gehirn. Damit erhalten wir jederzeit Rückmeldung darüber, welche Bewegungen uns dabei unterstützen, um in aufrechter Position zu bleiben. Nur so werden Stehen und Gehen mittels zwei Beinen möglich.

Wussten Sie auch, dass wir Menschen über eine ganze Reihe weiterer Sinne verfügen? Zum Beispiel über die Fähigkeit zur repräsentierenden Wahrnehmung.
Über diese Art der Wahrnehmung wird viel geforscht. Bei sogenannten Familienaufstellungen oder Strukturaufstellungen machen wir uns diese natürliche Fähigkeit, über die jeder Mensch verfügt, zu Nutze. Mithilfe dieses Sinnes sind wir auf ganz natürliche Weise dazu in der Lage, uns in uns fremde Personen oder Konzepte einzufühlen. Wir müssen diesen Vorgang nicht lernen. Wir sind damit vertraut. Wer an Familienaufstellungen oder ähnlichen Arbeitsweisen teilgenommen hat, kann bestätigen, mit welcher Sicherheit und Echtheit hier Informationen spürbar werden. Allein die Tatsache, dass die überwiegende Mehrzahl aller Menschen dazu ganz einfach in der Lage ist, stellt unser übliches Weltbild in Frage – oder besser gesagt, erweitert es. Hier kommt ein völlig natürliches Empfinden ans Licht, eine Fähigkeit, unseren Körper als Antenne für Informationen zu nutzen.
Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass wir die Fähigkeit zur repräsentierenden Wahrnehmung ständig anwenden, normalerweise unwillkürlich, d.h. unbewusst. Später werde ich darauf noch genauer eingehen.

Wissen Sie auch über einen Sinn, der uns Informationen über die Vollständigkeit der Gruppe, zu der wir gehören, vermittelt? Wir erinnern uns vielleicht an Situationen in unserer Kindheit, in denen wir förmlich fühlen konnten, ob unsere Familie vollständig zu Hause war oder ob Jemand fehlte. Wir konnten dies spüren, ohne zuvor darüber informiert worden zu sein. Bevor wir das Elternhaus betraten, hatten wir eine präzise Wahrnehmung, vielleicht auch nur in Form einer Ahnung. Vielleicht kennen Sie das aus der Art wie Sie fühlen, wenn jemanden Ihrem Team fehlt oder ein Kind auf Klassenfahrt ist. Sie fühlen anders, etwas in ihrem Körper vermittelt Ihnen eine klare Wahrnehmung der veränderten Gesamtsituation. Auch diese Fähigkeit nutzen wir bei Aufstellungen ganz bewusst. Lassen uns ein in die Fähigkeiten unserer erweiterten Wahrnehmung und unseres Bewusstseins.

Weitere Hinweise erhalten wir zum Beispiel durch den Blick auf die sogenannte Synästhesie. Lassen Sie sich einfach überraschen und schauen Sie, worauf Sie im Web stoßen, wenn Sie dieses Wort nachschlagen. Und bleiben Sie stark, versuchen Sie einmal, sich einer pathologisierenden Denkweise zu enthalten.
Die Dinge sind oft viel weniger Ausdruck von Störungen als wir gemeinhin annehmen.

Aus dem Bauch heraus…

Wenn wir darauf achten und sensibel dafür werden, können wir ganz deutlich spüren, wie unser Körper uns Signale sendet. Unaufhörlich Rückmeldung gibt. Manche Menschen nutzen diese Fähigkeit bewusst, um Entscheidungen zu treffen. Sie sagen dann, sie hätten „aus dem Bauch heraus“ entschieden. Und oft erfahren sie dann, dass die Qualität der Entscheidung hoch war und zu guten Ergebnissen geführt hat. Das Unbewusst-Unwillkürliche in uns meldet sich in unserem Körper und vermittelt uns eine Wahrnehmung u.A. in Bezug auf die Zukunft. Erstaunlich, oder?

Mir scheint es entscheidend und in vielfacher Hinsicht bereichernd, wenn wir uns öffnen und sensibel werden für dieses MEHR dieses Wesens, das wir sind. Wenn wir die begrenzenden Glaubenssysteme hinter uns zurück lassen, welche uns reduzieren auf nur fünf Sinne. Wir sind zu mehr in der Lage, schon allein was unsere Wahrnehmung der Welt und uns selbst betrifft.

Ganz praktische Anwendung dieser Bewusstseinserweiterung zur Weiterentwicklung, Beratung und Lösungsfindung finden Sie hier: www.peter-klein.eu

Bewusstsein in Bewegung

Ein Blog über Wege des Bewusstseins. Über Wege zu inneren Perspektivwechseln. Erweiternden Sichtweisen. Neuen Einsichten. Wahrnehmung. Geist und Entwicklung. Kompetenzen und Stärken. Eingebettet in den Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen und das Neue in der Welt.

In diesem Blog referiere ich aufgrund der Beobachtungen, die ich in vielen Jahren sozialer Arbeit und während dem Familienstellen machen durfte. Ein anderer Blick, ein anderes Bewusstsein? Vielleicht eine andere Perspektive, eine andere Position der Beobachtung. Phänomenologisch genannt. Sich einem Phänomen aussetzend, ohne Absicht, ohne Angst vor dem, was sich zeigt und auftaucht. Ohne vorgefertigte Theorie oder Ideologie. Nahezu ohne Wissen, aus dem Nicht auftauchend, einfach wahrnehmend.

Herzlich eingeladen sind Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zu Lektüre und Rückmeldung, konstruktiver Kritik und erhellenden Beiträgen.

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